Pressetext

Er hätte es doch sein lassen können und einfach nachdrucken, aber nein, Witt will partout nicht:  Wieder 96 neue Seiten und zusätzlich 170 Fotos für die 4. Auflage. Irgendwie ein ganz neues Buch, mit reichlich zusätzlichen Beispielen.  Irgendwie ist diese Neuauflage auch ein bisschen durchgedreht. Oder ist das inzwischen der Autor? Er redet mit Tieren und lässt sprechen? Was wohl die Wildbienen zum Buch sagen? Das Buch hört ihnen zu. Sogar die NSA Wildbienen. Und wie kann es geschehen, dass Irrläufer ins Buch geraten, die gar nicht reinpassen? Fakenews jetzt auch im Topfbuch! Und erst die Fußnoten! Schrecklich? Schön?  Erlesen Sie die Lust am Leben.

Vor 24 Jahren, zweieinhalb Jahrzehnten, begann Reinhard Witt die ersten Wildblumen in Töpfe zu pflanzen. Was ist seitdem passiert? Witt hat viel probiert in Vergangenheit und zahlreiche wunderbare Arten gefunden, aber auch erleben dürfen, wie sich altbewährte Bepflanzungen nach und nach verabschiedeten. Das ist wohl das Los auch von Wildblumen im Topf.

Der aktuelle Kenntnisstand verweist beispielsweise mit Strandflieder und Helm-kraut auf  erfolgversprechende Neuzugänge von attraktiven ausdauernden Topfbewohnern. Wir treffen auf überaus spannende Einjährige wie Schmalblättrigen Hohlzahn oder Französisches Leimkraut.  Bei den Gehölzen wären als empfehlenswerte Newcomer zu vermelden: Zottiger und speziell Meergrüner Geißklee. Doch auch der Rückblick auf Bewährtes lässt uns in Ehrfurcht erstaunen: Es wachsen mittlerweile mit Pfingstnelken oder Berglauch wahre Methusalems im Topf, einige so alt wie die Witt´sche Topfpraxis: 24 Jahre.

Dieses Buch ist ein Werk vieler begeisterter, fleißiger Hände. Abertausende haben das  Topfbuch auf ihre Weise durchprobiert, aus ganz Europa trudelten Rückmeldungen ein. Norbert Steininger aus Bamberg blickt im 5. Stock auf 19 Jahre Roten Geißklee mit „jedes Jahr sehr reicher Blüte“ zurück und seine Pfirsichglockenblumen halten sich schon ein anderthalb Jahrzehnte, dabei von Topf zu Topf wandernd. Begeisterung an Wildblumentöpfen scheint ansteckend zu sein. Besonders viel Zuspruch erfuhr das Thema von Menschen in Großstädten, wo Natur als Randerscheinung auftritt. In Hamburg, Berlin, München, Stuttgart, Frankfurt, Dresden, Bremen, Zürich, Bern, Graz, Linz und anderswo muss es inzwischen zahllose Wildpflanzenbalkone geben. Ermutigend!

Gleichzeitig wurde fleißig experimentiert, mit Pflanzen, für die Witt nie Platz hatte. Die Rückmeldungen zeigen, dass Topfgärtnerei ein ausgesprochen individuelles Geschäft ist. Natur scheint unberechenbar. Und widersprüchlich.

Die Kapitel über Wildblumen, Gräser, Farne, Kleingehölze, Zwiebeln und Kletterpflanzen wurden ausführlicher und detailreicher. Dazwischen immer wieder neue praktisch erprobte Pflanzbeispiele mit Unbekannten. Umfangreiche Tabellen runden das Thema ab. Brandaktuell und innovativ: Das Kapitel Zwiebelpflanzen, ein Beweis für den fortschreitenden Klimawandel, der vor dem Balkonkasten nicht Halt macht.  Was halten Sie von Einjahreszwiebeln, einem völlig neuen Denken auf dem Balkon?  Viel breiter jetzt: das Kapitel Tierökologie auf dem Balkon. Sensationelle Erkenntnisse etwa durch Katharina Heubergers Forschungen im 5. Stock einer Wohnanlage Münchens. So oder so: Kompaktes Wissen zum akzeptablen Preis. Das Buch fasst die gegenwärtige Kenntnis zusammen und macht Mut für neue Experimente. Eine Buch-Seitenvorschau auf www.reinhard-witt.de.

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Reinhard Witt: Das Wildpflanzen Topfbuch. Ausdauernde Arten für Balkon, Terrasse und Garten. Nachhaltig, pflegeleicht, lebendig und tierisch gut. 
Verlag Naturgarten, 4. komplett überarbeitete und erweiterte Auflage, Ottenhofen 2017.
392 Seiten und 720 Fotos. Zahlreiche Tabellen. Format 176 x 228 mm, gebunden. In D: € 24,95; in EU: € 27,00; in CH € 30,00.  ISBN 978-3-00-021048-8.

Erhältlich nur bei Reinhard Witt, Quellenweg 20, 85570 Ottenhofen. Tel.: 08121/46483 oder 6828. Fax: 0812/1455. Email: reinhard@reinhard-witt.de. Bestellung am leichtesten über Buchshop: www.reinhard-witt.de.